Stupid German Money 2.0 – Diesmal mit Grafikkarten
Wie Deutschland seine technologische Souveränität bei Nvidia einkauft. Und warum man im Silicon Valley vermutlich schon den Champagner kaltstellt.
- Oktober 2026
Es gibt Geschäftsmodelle, die sind so erfolgreich, dass man sie über Generationen hinweg immer wieder auflegen kann. Man muss lediglich das Produkt austauschen.
Früher waren es Hollywoodfilme. Heute sind es Grafikkarten.
Das Kapital kommt aus Deutschland. Die Technologie kommt aus Amerika. Das Risiko trägt vorzugsweise der Deutsche. Und wenn alles gut läuft, darf er sich anschließend auf die Schulter klopfen, weil er einen wichtigen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit geleistet hat.
Willkommen bei Stupid German Money 2.0.
Diesmal mit künstlicher Intelligenz.
Ein alter Bekannter aus Hollywood
Wer sich noch an die späten Neunziger und frühen Zweitausender erinnert, kennt das Geschäftsmodell. Damals entdeckte Hollywood eine bemerkenswerte Spezies: den deutschen Anleger. Dieser verfügte über drei Eigenschaften, die ihn für amerikanische Filmproduzenten besonders attraktiv machten. Er hatte Geld. Er wollte Steuern sparen. Und er verstand nicht unbedingt etwas vom Filmgeschäft.
Eine geradezu ideale Kombination: Deutsche Medienfonds sammelten Milliarden ein und finanzierten amerikanische Filmproduktionen. Der deutsche Fiskus half mit attraktiven Abschreibungsmöglichkeiten, die Anleger träumten von Hollywoodrenditen, und die amerikanischen Studios freuten sich über das frische Kapital.
Manche Filme wurden erfolgreich. Andere weniger. Einige Fonds entwickelten sich zu ausgesprochen unangenehmen Bekanntschaften mit dem Finanzamt. In Hollywood etablierte sich für dieses Geschäftsmodell ein Begriff, der an sprachlicher Präzision kaum zu übertreffen war:
Stupid German Money.
Dummes deutsches Geld. Nicht, weil die Deutschen grundsätzlich dumm gewesen wären. Sondern weil sie bereit waren, erhebliche wirtschaftliche Risiken zu übernehmen, während die amerikanischen Geschäftspartner ihre Interessen sehr viel konsequenter absicherten.
Das war damals. Heute haben wir künstliche Intelligenz. Und offenbar gibt es noch immer genügend deutsches Geld.
Der Bundeskanzler entdeckt die Grafikkarte
Am 19. Oktober 2026 verkündete die Bundesregierung eine neue Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Chiphersteller Nvidia.
Bundeskanzler Friedrich Merz möchte Deutschland bei der künstlichen Intelligenz nach vorne bringen. Die Bundesministerien für Wirtschaft und Forschung haben dazu eine Absichtserklärung mit Nvidia unterzeichnet. Es geht um industrielle KI, Robotik, Simulationen und sogenannte Physical AI. Vor allem aber geht es um etwas, das in Deutschland seit einiger Zeit ausgesprochen beliebt ist:
Technologische Souveränität.
Deutschland soll unabhängiger werden. Und um diese Unabhängigkeit zu erreichen, arbeitet man mit einem amerikanischen Technologiekonzern zusammen, der bei KI-Beschleunigern und den zugehörigen Softwareplattformen eine marktbeherrschende Stellung aufgebaut hat.
Das ist ungefähr so, als würde man seine Unabhängigkeit vom russischen Erdgas dadurch sicherstellen wollen, dass man Gazprom zum strategischen Partner der deutschen Energieversorgung erklärt. Wobei Gazprom über Jahrzehnte sehr zuverlässig geliefert hat. Ob das Nvidia tun wird, sehen wir dann.
Jensen Huang, der Chef von Nvidia, ist schließlich kein Anfänger. Er hat ein Unternehmen aufgebaut, das seine Grafikkarten längst nicht mehr nur an Computerspieler verkauft, sondern an praktisch jeden, der heute behauptet, irgendetwas mit künstlicher Intelligenz machen zu wollen. Das ist eine außerordentlich komfortable Marktposition. Besonders dann, wenn sich auch noch Regierungen unter den Kunden befinden.
Die Telekom hat schon eingekauft
Die Deutsche Telekom hat bereits 2025 gemeinsam mit Nvidia eine industrielle KI-Cloud in München angekündigt. Investitionsvolumen nach Unternehmensangaben: rund eine Milliarde Euro.
Bis zu 10.000 Nvidia-GPUs sollen dort zur Verfügung stehen. Seit Februar 2026 ist die Infrastruktur in Betrieb. Eine bemerkenswerte Investition. Und zunächst eine privatwirtschaftliche.
Das sollte man ausdrücklich festhalten, bevor jemand behauptet, der deutsche Steuerzahler habe diese Milliarde bereits bezahlt. Hat er nach den veröffentlichten Angaben nicht. Aber jetzt wird es interessant. Denn wenn ein Unternehmen eine Milliarde Euro in ein Rechenzentrum investiert, benötigt es anschließend vor allem eines: Kunden. Möglichst viele Kunden. Noch besser sind Kunden, die zuverlässig bezahlen. Und der schönste Kunde von allen ist natürlich der Staat.
Der kann schließlich nicht pleitegehen. Jedenfalls nicht so leicht wie ein gewöhnlicher Mittelständler. Und wenn ihm das Geld ausgeht, kann er die Steuern erhöhen oder neue Schulden aufnehmen. Nun berichten Medien, dass der Bund für das neue KI-Vorhaben einen dreistelligen Millionenbetrag bereitstellen könnte. Unter anderem sollen Rechenkapazitäten angemietet werden.
Wo? Unter anderem bei der Telekom. Welcher Technologieanbieter steckt in deren neuer industrieller KI-Cloud? Nvidia. Ein hübsches Ringelreihen. Man muss diese Konstruktion nicht für einen Betrug halten, um ihren wirtschaftlichen Charme zu erkennen.
Das Wunder der staatlichen Nachfrage
Nehmen wir an, Sie sind Unternehmer. Sie bauen eine Fabrik für eine Milliarde Euro. Darin stehen ausgesprochen teure Maschinen, die in wenigen Jahren technisch überholt sein könnten. In drei bis fünf Jahren sind die Chips durchgekocht. Sie hoffen natürlich, dass sich genügend Kunden finden. Und zwar wie die Jennifer, also rasch.
Nun erscheint der Staat und erklärt, Ihre Maschinen seien von strategischer Bedeutung für die nationale Souveränität. Er möchte deshalb möglicherweise erhebliche Kapazitäten anmieten, damit heimische Unternehmen darauf experimentieren können. Sie wären vermutlich begeistert. Denn plötzlich verwandelt sich ein Teil Ihres unternehmerischen Absatzrisikos in einen politisch gewünschten öffentlichen Auftrag.
Das bedeutet nicht, dass Ihre Investition schlecht war. Auch nicht, dass die Maschinen nutzlos sind. Es bedeutet lediglich, dass jemand anderes einen Teil der Nachfrage finanziert.
Im Fall der deutschen KI-Offensive ist allerdings noch nicht bekannt, welche Beträge tatsächlich fließen sollen, ob Mindestabnahmen vereinbart werden und wer das Risiko ungenutzter Rechenkapazität trägt.
Die Bundesregierung hat eine Absichtserklärung veröffentlicht. Keinen belastbaren Businessplan. Keine Renditerechnung. Keine öffentlich nachvollziehbare Kalkulation der künftigen Auslastung. Und keine detaillierte Darstellung der wirtschaftlichen Risiken. Aber die technologische Souveränität ist schon einmal angekündigt. Das muss vorerst genügen.
Die Halbwertszeit der künstlichen Intelligenz
Als Ingenieur finde ich an der ganzen Sache einen Punkt besonders bemerkenswert. Rechenleistung ist kein Grundstück in München-Nymphenburg. Eine Grafikkarte wird nicht dadurch wertvoller, dass man sie fünf Jahre lang stehen lässt.
Im Gegenteil.
KI-Beschleuniger unterliegen einem geradezu brutalen technologischen Fortschritt. Neue Generationen bieten mehr Leistung, bessere Energieeffizienz und andere technische Möglichkeiten. Gleichzeitig wächst das Angebot an Rechenkapazität. Was heute knapp und teuer ist, kann morgen reichlich und deutlich günstiger sein. Das ist in der Informationstechnologie nun wirklich keine neue Erkenntnis.
Ich habe bei IBM noch erlebt, wie Mainframes verkauft wurden, deren Leistungsfähigkeit man damals in ehrfürchtigem Tonfall diskutierte. Heute kann ein Smartphone Aufgaben erledigen, für die früher ganze Rechenzentren benötigt wurden.
Natürlich sind moderne KI-Beschleuniger etwas anderes als die Großrechner der Neunzigerjahre. Das ökonomische Prinzip ist aber dasselbe. Wer heute langfristig Rechenleistung zu festen Preisen einkauft, wettet darauf, dass diese Kapazität auch morgen noch zu diesen Preisen benötigt wird. Das kann funktionieren. Es kann aber auch schiefgehen.
Vor allem dann, wenn der Staat Verträge unterschreibt, deren Laufzeit länger ist als die wirtschaftliche Attraktivität der zugrunde liegenden Hardware Ob solche Verträge hier überhaupt vorgesehen sind, wissen wir noch nicht. Eventuell wird aber eben Moore’s Law knallhart zuschlagen und die Rechenleistung wird sich in 18 Monaten verdoppeln. Und damit das wertvolle KI-Rechenzentrum noch schneller zu Alteisen gehören. Und genau deshalb wäre es schön, wenn die Bundesregierung uns weniger über ihre Visionen und etwas mehr über die Vertragsbedingungen erzählen würde.
Wem gehört eigentlich die Intelligenz?
Ein weiterer interessanter Punkt ist die Frage des Eigentums. Die Bundesregierung möchte offene KI-Modelle für industrielle Anwendungen entwickeln lassen. Das klingt zunächst vernünftig. Offene Modelle können Innovation ermöglichen und verhindern, dass jedes Unternehmen das Rad neu erfinden muss.
Allerdings besteht künstliche Intelligenz nicht nur aus einem Modell. Es gibt Trainingsdaten, Modellgewichte, Softwarebibliotheken, Entwicklungswerkzeuge, Simulationsumgebungen, Schnittstellen und die Hardware, auf der das Ganze läuft.
Nvidia hat mit CUDA und seinen darauf aufbauenden Plattformen ein bemerkenswert erfolgreiches Ökosystem geschaffen. Wer einmal tief darin steckt, wechselt nicht unbedingt am nächsten Dienstag zu einem anderen Anbieter. Das nennt man in der IT Vendor Lock-in.
Ein wunderbarer englischer Begriff für einen Zustand, den man auf Deutsch auch so beschreiben könnte: Man kommt nicht mehr so einfach raus. In den USA nennt man das Roach Motel.
Wenn Deutschland also seine technologische Souveränität auf einer Infrastruktur entwickelt, deren wesentliche technische Grundlagen von einem amerikanischen Konzern kontrolliert werden, stellt sich eine ziemlich banale Frage: Was genau ist daran souverän? Die Modelle? Die Daten? Die Möglichkeit, sie auf beliebiger Hardware auszuführen? Oder lediglich das Recht, eine Rechnung in Euro zu bezahlen?
Nvidia spielt auf mehreren Hochzeiten
Jensen Huang hat unterdessen noch etwas anderes angekündigt. Nvidia investiert in deutsche Technologieunternehmen. Agile Robots, Avelios Medical, Mirelo und Reflex Aerospace gehören zu den genannten Beteiligungen. Das ist unternehmerisch nachvollziehbar. Nvidia verkauft nicht nur Hardware. Das Unternehmen beteiligt sich auch an Anwendungen und Geschäftsmodellen, die künftig zusätzliche Nachfrage nach KI-Rechenleistung erzeugen könnten. Ein bemerkenswert geschicktes Ökosystem.
Man liefert die Schaufeln für den Goldrausch. Man investiert in einige Goldgräber. Man stellt Werkzeuge und Infrastruktur bereit. Und wenn anschließend der Staat den Goldrausch zur nationalen strategischen Aufgabe erklärt, kann man sich über zusätzliche Nachfrage freuen.
Das ist kein Beleg für unlauteres Verhalten. Es ist zunächst einmal ein sehr interessantes Geschäftsmodell. Vielleicht sollte Deutschland gelegentlich versuchen, selbst eines dieser Geschäftsmodelle zu entwickeln, anstatt immer nur deren Kunde zu werden.
Aber auf jeden Fall schafft es eine Abhängigkeit und einen weiteren staatlich garantierten Umsatzstrom.
Und wo ist eigentlich der Business Case?
Mich interessiert an solchen Projekten weniger die politische Ankündigung als die Investitionsrechnung. Wie viel Geld wird benötigt? Welche Erträge werden erwartet? Wer trägt das Risiko? Wer erhält die Rechte an den Ergebnissen? Und was passiert, wenn die geplante Nachfrage ausbleibt? Das sind Fragen, die man jedem mittelständischen Unternehmer stellt, der bei seiner Bank einen Kredit beantragt.
Versuchen Sie einmal, bei Ihrer Hausbank einen dreistelligen Millionenbetrag für ein Projekt zu bekommen, dessen Geschäftsmodell darin besteht, mit amerikanischen Grafikkarten die technologische Souveränität Deutschlands zu fördern.
Sie werden vermutlich gefragt, welche Umsätze Sie erwarten. Welche Sicherheiten Sie stellen können. Wie Ihre Auslastungsplanung aussieht. Und wann das Geld zurückkommt. Antworten Sie dann einfach: „Physical AI. Industrielle Transformation. Strategische Souveränität.“
Vielleicht funktioniert es. Bei der Bundesregierung scheint es jedenfalls eine ausgezeichnete Grundlage für Pressekonferenzen zu sein. Dabei wäre staatliche Forschungsförderung durchaus zu rechtfertigen, wenn sie Wissen schafft, das vielen Unternehmen zugutekommt und ohne öffentliche Finanzierung nicht entstehen würde. Nur sollte man diesen Nutzen eben nachweisen.
Und vor allem erklären, warum große Industriekonzerne, die angeblich enorme Produktivitätsgewinne erwarten, die notwendigen Investitionen nicht vollständig selbst finanzieren.
Denn Siemens, Audi und die anderen Beteiligten sind schließlich keine gemeinnützigen Einrichtungen zur Förderung der deutschen Volkswirtschaft.
Sie sind Unternehmen. Und das ist auch gut so.
Exit Liquidity für Fortgeschrittene
An der Börse gibt es einen schönen Begriff:
Exit Liquidity.
Den sollten Sie sich merken. Gemeint sind Käufer, die den frühen Investoren ermöglichen, ihre Positionen zu hohen Preisen zu verkaufen. Der letzte Käufer bezahlt gewissermaßen die Party. Und bleibt eventuell auf der Sache sitzen.
Nun kauft die Bundesregierung nach bisherigem Kenntnisstand keine Nvidia-Aktien. Von einem klassischen Exit-Liquidity-Geschäft kann deshalb keine Rede sein.
Auch ein Betrug ist nicht belegt. Aber es gibt eine verwandte Konstruktion, die mindestens genauso interessant ist. Wenn ein Markt bereits enorme Investitionen in KI-Infrastruktur mobilisiert hat und der Staat anschließend als zusätzlicher Großkunde auftritt, kann er helfen, die Nachfrage und damit die wirtschaftliche Verwertung dieser Investitionen abzusichern.
Das wäre dann weniger Exit Liquidity als vielmehr Publicly Funded Demand Liquidity. Ein etwas sperriger Begriff. Auf Deutsch: Der Staat hilft beim Auslasten. Das ist fast so gut wie Exit Liquidity. Denn gegen einen staatlich garantieren Umsatzstrom kann man risikolos Kredite schreiben. Fast so gut wie eine Staatsanleihe, bloß mit höherer Rendite.
Ob das beim Nvidia-Deal tatsächlich in nennenswertem Umfang geschieht, werden die Verträge zeigen. Sofern wir sie jemals zu Gesicht bekommen.
Der Unterschied zwischen Hollywood und dem Silicon Valley
Es gibt allerdings einen wichtigen Unterschied zur alten Hollywoodgeschichte. Damals investierten deutsche Anleger in Filmfonds, um Steuern zu sparen und vielleicht noch eine Rendite zu erzielen. Die amerikanischen Studios verstanden sehr genau, wie sie dieses Kapital für sich nutzen konnten. Heute ist die Konstruktion möglicherweise noch eleganter.
Der deutsche Steuerzahler muss nicht einmal mehr selbst eine Investitionsentscheidung treffen. Das übernimmt die Politik. Sie erklärt eine Technologie zur strategischen Notwendigkeit, stellt Fördermittel in Aussicht und organisiert eine internationale Partnerschaft. Anschließend wird das Ganze als Standortpolitik verkauft. Wenn es funktioniert, gibt es Pressekonferenzen, Erfolgsmeldungen und Fotos mit glücklichen Unternehmenschefs. Die KfW organisiert dann den Rest.
Wenn es nicht funktioniert, gibt es Evaluierungsberichte, Anschlussförderungen und möglicherweise eine neue Initiative. Natürlich kann daraus auch etwas wirtschaftlich Sinnvolles entstehen. Deutschland hat eine starke industrielle Basis, erhebliche Ingenieurskompetenz und Unternehmen, die künstliche Intelligenz tatsächlich produktiv einsetzen könnten. Gerade deshalb wäre es wünschenswert, wenn man bei der Finanzierung dieselben Maßstäbe anlegte wie bei einer gewöhnlichen industriellen Investition. Mit nachvollziehbaren Kosten. Messbaren Ergebnissen. Echten Ergebnissen und nicht nur verbrauchten Tokens. Was hat die KI als meßbare Netto-Kostenersparnis oder meßbaren Umsatzwachstum gebracht?
Und einer vernünftigen Verteilung der Risiken. Denn technologische Souveränität entsteht nicht dadurch, dass man möglichst viele amerikanische Grafikkarten kauft. Sondern dadurch, dass man die Technologie, die Anwendungen und die wirtschaftlichen Zusammenhänge beherrscht.
Und … es ist weg!
Vielleicht ist die ganze Skepsis unbegründet. Vielleicht wird die neue Zusammenarbeit ein großer Erfolg. Vielleicht entstehen daraus offene Industriemodelle, die dem deutschen Mittelstand einen echten Produktivitätsschub verschaffen.
Vielleicht werden die Rechenkapazitäten vollständig ausgelastet, die Kosten bleiben überschaubar und Deutschland entwickelt daraus tatsächlich neue technologische Kompetenzen.
Das wäre erfreulich. Ich würde es sogar ausdrücklich begrüßen. Nur würde ich gerne vorher die Rechnung sehen. Nicht die Rechnung von Nvidia. Die wird schon stimmen. Ich meine die Rechnung für den deutschen Steuerzahler. Denn in Hollywood wusste man bereits vor einem Vierteljahrhundert, wie man mit deutschem Kapital gute Geschäfte macht.
Damals hieß das Stupid German Money. Im Silicon Valley nennt man es heute strategische Partnerschaft. Und die Grafikkarten sind selbstverständlich nicht im Preis inbegriffen.
Nachtrag zur Faktenlage: Grundlage dieses Beitrags sind die offiziellen Mitteilungen der Bundesregierung und der beteiligten Unternehmen vom 19. Oktober 2026 sowie die vorangegangene Berichterstattung über mögliche öffentliche Fördermittel. Die genauen Finanzierungsbedingungen, verbindlichen Abnahmeverpflichtungen und wirtschaftlichen Risiken sind bislang nicht öffentlich dokumentiert. Die dargestellten möglichen Zahlungs- und Risikomechanismen sind deshalb ausdrücklich als wirtschaftliche Szenarien und nicht als nachgewiesene Vertragsinhalte zu verstehen.
