Kreislaufwirtschaft, die.

Kreislaufwirtschaft, die.

Wie man Steuergeld nach Kiew überweist, es als bayerischen Auftragseingang zurückbekommt und sich anschließend über Wirtschaftswachstum freut

Von Dr. Christoph von Gamm, 5. Oktober 2026

Es gibt Nachrichten, die sind so schön, daß man sie zweimal lesen muß.

„Ukraine – Milliardenaufträge für bayerische Rüstungsfirmen“, meldet der Bayerische Rundfunk.

Das klingt zunächst hervorragend. Milliardenaufträge! Bayerische Firmen! Arbeitsplätze! Hightech! Export! Wachstum!

Endlich einmal eine Wirtschaftsmeldung, bei der nicht irgendwo ein Automobilzulieferer dichtmacht, ein Chemiekonzern seine Produktion verlagert oder ein Mittelständler erklärt, daß Strom, Bürokratie und Steuern in Deutschland inzwischen eine interessante Kombination zur Förderung der polnischen Wirtschaft darstellen.

Nein.

Diesmal läuft es.

Richtig gut sogar.

Rund 6,5 Milliarden Euro beträgt das Volumen der Vereinbarungen, die anläßlich des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew geschlossen wurden. Diehl soll Tausende IRIS-T-Flugabwehrraketen liefern. Quantum Systems aus Gilching soll Abfangdrohnen entwickeln und produzieren. Hensoldt aus Fürstenfeldbruck ist mit Satellitentechnik dabei.

Bayern liefert.

Man könnte fast meinen, Ludwig Erhard sei auferstanden.

Bis man sich die Frage stellt, die in Wirtschaftsmeldungen inzwischen offenbar als ungehörig gilt:

Wer bezahlt das eigentlich?

Nun.

Wir.

Der wunderbare Kreislauf des Geldes

Das System hat eine geradezu ästhetische Eleganz.

Der deutsche Staat nimmt dem deutschen Steuerzahler Geld ab.

Mit einem Teil dieses Geldes unterstützt Deutschland die Ukraine.

Die Ukraine benötigt Waffen.

Diese Waffen bestellt sie unter anderem bei deutschen Unternehmen.

Die Unternehmen melden steigende Umsätze.

Die Politik verweist auf die positiven wirtschaftlichen Effekte.

Und der Steuerzahler darf sich darüber freuen, daß sein Geld der deutschen Wirtschaft zugutekommt.

Das ist ungefähr so, als nähme Ihnen Ihr Nachbar morgens hundert Euro aus dem Briefkasten, kaufte davon nachmittags in Ihrem Laden für hundert Euro ein und erklärte Ihnen abends, er habe heute Ihren Umsatz angekurbelt.

Volkswirtschaftlich nennt man so etwas vermutlich einen Impuls.

Im richtigen Leben würde man zumindest nachfragen.

Aber Krieg hat den wunderbaren Vorteil, daß Nachfragen schnell als moralisch verdächtig gelten.

Dabei ist die Sache zunächst vollkommen wertfrei.

Natürlich braucht die Ukraine Flugabwehr. Natürlich ist es besser, wenn eine IRIS-T-Rakete eine russische Angriffsdrohne abschießt, bevor diese in ein Wohnhaus einschlägt. Und natürlich ist es sinnvoller, benötigtes Gerät in Bayern herstellen zu lassen als irgendwo anders auf der Welt.

Nur sollte man daraus bitte keine wundersame Wohlstandsmaschine machen.

Denn Wohlstand entsteht normalerweise dadurch, daß jemand etwas produziert, das ein anderer aus seinem eigenen erwirtschafteten Vermögen kaufen möchte.

Hier ist der Kreislauf komplizierter.

Wir finanzieren die Nachfrage gleich mit.

Die neue Industriepolitik

Das Interessante daran ist, daß Deutschland damit still und leise eine Industriepolitik betreibt, die man sich in anderen Branchen niemals trauen würde.

Stellen wir uns vor, Berlin überwiese einem ausländischen Staat zehn Milliarden Euro mit der ausdrücklichen Hoffnung, daß dieser davon BMW kauft.

Anschließend träte der Bundeskanzler vor die Kameras und verkündete:

Sehen Sie! Die deutsche Automobilindustrie boomt!

Selbst der gutmütigste Wirtschaftsjournalist würde irgendwann einen Taschenrechner holen.

Bei Rüstung funktioniert die Rechnung anders.

Hier wird aus staatlich finanzierter Nachfrage plötzlich Markterfolg.

Und tatsächlich entstehen dabei Unternehmen, Technologien und industrielle Kapazitäten.

Quantum Systems ist dafür geradezu das Musterbeispiel. Aus einem kleinen bayerischen Drohnenunternehmen wurde innerhalb weniger Jahre ein Konzern mit Milliardenbewertung. Der Umsatz wächst in einer Geschwindigkeit, bei der jeder normale Maschinenbauer nervös nachfragen würde, ob vielleicht eine Kommastelle verrutscht ist.

Ist sie nicht.

Krieg skaliert ausgezeichnet.

Vor allem, wenn der Kunde nahezu unbegrenzten Bedarf hat und ein anderer die Rechnung bezahlt.

Der perfekte Markt

Ökonomen träumen seit Jahrhunderten vom perfekten Markt.

Hier ist er.

Die Nachfrage ist garantiert.

Die Produkte haben eine begrenzte Lebensdauer.

Teilweise eine sehr begrenzte.

Eine Drohne wird abgeschossen.

Eine neue wird bestellt.

Eine Rakete wird verschossen.

Eine neue wird bestellt.

Ein Luftabwehrsystem wird getroffen.

Ein neues muß her.

Es gibt keine lästige Diskussion über geplante Obsoleszenz.

Die Obsoleszenz übernimmt der Gegner.

Und weil Rußland seinerseits produziert, muß die Ukraine produzieren. Weil die Ukraine produziert, muß Rußland mehr produzieren. Weil Rußland mehr produziert, muß Europa mehr produzieren.

So entsteht Wachstum.

Keynes hätte vielleicht anerkennend genickt und anschließend sehr lange aus dem Fenster geschaut.

Leider gibt es da noch Menschen

In den Präsentationen sieht das alles hervorragend aus.

Auftragseingang.

Produktionskapazität.

Technologietransfer.

Skalierung.

Beschäftigung.

Verteidigungsfähigkeit.

Resilienz.

Dual Use.

Innovation.

Man kann daraus vermutlich eine PowerPoint-Präsentation mit 47 Folien bauen und auf Folie 48 schreiben:

Next Steps.

Nur fehlt in dieser Darstellung eine etwas unangenehme Kostenstelle.

Der Mensch.

Während in München, Gilching und Fürstenfeldbruck über Produktionshochläufe gesprochen wird, sitzen junge Männer irgendwo bei Pokrowsk, Kupjansk oder an einem anderen Abschnitt dieser Front in einem Erdloch und hoffen, daß die nächste Drohne jemand anderen findet.

Sie haben keine Aktienoptionen.

Keine Wachstumsprognose.

Keinen Technologietransfer.

Kein Sondervermögen.

Sie haben einen Helm.

Und mit etwas Glück noch zwanzig Jahre Lebenserwartung.

Mit weniger Glück zwanzig Minuten.

Das gilt übrigens auf beiden Seiten der Front.

Der Unterschied ist nur, daß wir die einen jungen Männer politisch als Verteidiger und die anderen als Aggressoren betrachten.

Die Art, wie eine Artilleriegranate einen menschlichen Körper zerlegt, interessiert sich für diese Unterscheidung nicht.

Und dann wäre da noch die Korruption

Es gibt noch einen anderen Teil der Kreislaufwirtschaft, über den man in Europa ungern spricht.

Korruption.

Nicht als russische Propaganda. Nicht als Telegram-Gerücht. Sondern dokumentiert von den ukrainischen Behörden selbst.

Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden NABU und SAPO führen den Verteidigungssektor ausdrücklich als einen ihrer Schwerpunkte. Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden 107 Personen mit Verdachtsmitteilungen konfrontiert; zu den aufgedeckten Fällen gehören hochrangige Amtsträger sowie Vorgänge aus Energie und Verteidigung.

Bei einer Drohnenbeschaffung bezifferten die Ermittler den mutmaßlichen Schaden zuletzt auf 254 Millionen Hrywnja. In einem anderen Fall sollen für die problemlose Vergabe und Abwicklung eines Drohnenauftrags eine Million Dollar verlangt worden sein.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, daß bei den jetzt vereinbarten deutschen Milliardenaufträgen irgend jemand Schmiergeld kassiert hätte.

Dafür gibt es keinen Beleg.

Es bedeutet etwas anderes.

Es bedeutet, daß in einem Land, durch dessen staatliche und militärische Beschaffungsstrukturen inzwischen gewaltige Summen fließen, Korruption kein erfundenes Problem ist. Die Ukraine weiß das selbst. Deshalb ermittelt sie dagegen.

Das sollte man sagen dürfen.

Gerade wenn es um Milliarden europäischen Steuergeldes geht.

Solidarität und Rechnungsprüfung schließen einander nämlich nicht aus.

Im Gegenteil.

Wer einem Land wirklich helfen möchte, sollte ein Interesse daran haben, daß von hundert Euro Hilfe möglichst hundert Euro beim vorgesehenen Zweck ankommen.

Bayern wird wichtiger

Und dann gibt es noch einen Nebeneffekt des neuen bayerischen Wirtschaftswunders.

Je bedeutender Bayern für die europäische Rüstungsproduktion wird, desto bedeutender wird Bayern zwangsläufig auch für die russische Zielplanung.

Das ist keine pazifistische Esoterik.

Das ist Militärlogik.

Wer Raketen, Sensoren, Drohnen, Lenkflugkörper und andere Schlüsselkomponenten eines Gegners produziert, ist im Konfliktfall interessanter als eine Molkerei.

Wir bauen also mit enormem finanziellem Aufwand eine neue strategische Industrie auf.

Damit steigt unsere Verteidigungsfähigkeit.

Und gleichzeitig unser militärischer Zielwert.

Beides kann gleichzeitig wahr sein.

In der Politik wird gern nur die erste Hälfte ausgesprochen.

Die zweite klingt bei einer Werkseröffnung nicht so gut.

„Herzlichen Glückwunsch zu 800 neuen Arbeitsplätzen und zur Aufnahme in die russische Zielplanung“ ist als Grußwort des Ministerpräsidenten vermutlich noch nicht erprobt.

Oreshnik läßt grüßen

Spätestens mit russischen Mittelstreckensystemen wie Oreshnik bekommt diese Entwicklung eine zusätzliche Qualität.

Ob, wann und unter welchen Umständen Rußland tatsächlich Ziele in Deutschland angreifen würde, weiß niemand.

Aber militärische Planung besteht gerade darin, Möglichkeiten zu betrachten, bevor sie eintreten.

Ein Bayern mit wenigen relevanten Rüstungsstandorten ist etwas anderes als ein Bayern, das zu einem europäischen Zentrum für Drohnen, Sensorik, Flugabwehr und Lenkflugkörper wird.

Man kann entscheiden, daß dieses Risiko notwendig ist.

Vielleicht ist es das sogar.

Aber man sollte nicht so tun, als existiere es nicht.

Auch strategisches Risiko gehört auf die Rechnung.

Die Rechnung

Und damit kommen wir zurück zur Kreislaufwirtschaft.

Deutschland nimmt Schulden auf oder erhebt Steuern.

Deutschland finanziert militärische Unterstützung.

Mit diesem Geld werden Waffen bestellt.

Bayerische Unternehmen produzieren diese Waffen.

Die Waffen werden in die Ukraine geliefert.

Dort werden sie eingesetzt.

Rußland produziert Gegenmittel.

Die Gegenmittel zerstören einen Teil der Waffen.

Neue Waffen werden benötigt.

Neue Aufträge werden vergeben.

Die Unternehmen wachsen.

Der Staat freut sich über Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

Und finanziert damit einen kleinen Teil dessen, was er vorher ausgegeben hat.

Man muß schon einen MBA haben, um die Schönheit dieses Geschäftsmodells vollständig zu würdigen.

Krieg als Konjunkturprogramm

Natürlich hat Rüstungsproduktion einen ökonomischen Nutzen.

Natürlich entstehen Know-how, Fertigungskapazitäten und Arbeitsplätze.

Und selbstverständlich benötigt ein Staat Verteidigungsfähigkeit.

Aber vielleicht sollten wir uns eine intellektuelle Mindesthygiene bewahren:

Krieg ist kein Wohlstandsprogramm.

Eine Rakete ist wirtschaftlich etwas vollkommen anderes als eine Maschine, eine Wohnung oder eine Eisenbahnstrecke.

Die Maschine produziert morgen etwas.

In der Wohnung lebt morgen jemand.

Die Eisenbahnstrecke transportiert morgen Menschen und Güter.

Die Rakete soll morgen explodieren.

Das ist ihr Zweck.

Wenn sie besonders gut funktioniert, existiert sie anschließend nicht mehr.

Und möglicherweise jemand anderes ebenfalls nicht.

Man kann gute Gründe haben, diese Rakete zu bauen.

Man kann sogar zwingende Gründe haben.

Aber man sollte ihren Bau nicht mit Wohlstand verwechseln.

Das deutsche Wunder

Vielleicht ist das überhaupt das Bemerkenswerteste an der gegenwärtigen Debatte.

Deutschland hat über Jahrzehnte zugesehen, wie Teile seiner industriellen Basis unter Druck gerieten.

Bei Energie wurde verteuert.

Bei Chemie reguliert.

Beim Automobil vorgeschrieben.

Beim Wohnungsbau genehmigt.

Beim Mittelstand dokumentiert.

Beim Unternehmer geprüft.

Und jetzt entdecken wir plötzlich eine Industrie, bei der Geld keine besonders große Rolle mehr spielt.

Rüstung.

Hier kann der Staat Milliarden mobilisieren.

Hier können Werke entstehen.

Hier können Genehmigungen beschleunigt werden.

Hier kann produziert werden.

Hier kann skaliert werden.

Es geht also.

Der deutsche Staat kann Industriepolitik.

Man muß ihm offenbar nur erklären, daß das Produkt am Ende explodiert.

Und ganz unten

Ganz unten in dieser Wertschöpfungskette sitzt dann ein zwanzigjähriger Ukrainer.

Vielleicht heißt er Oleksandr.

Vielleicht studierte er Maschinenbau.

Vielleicht hatte er eine Freundin.

Vielleicht wollte er eine Wohnung kaufen, Kinder haben, ein Unternehmen gründen oder einfach nur freitagabends mit seinen Freunden Bier trinken.

Heute sitzt er in einem Schützengraben.

Über ihm summt etwas.

Vielleicht eine russische Drohne.

Vielleicht wird sie von einer deutschen Technologie entdeckt.

Vielleicht von einer bayerischen Abfangdrohne zerstört.

Vielleicht funktioniert das System.

Dann lebt Oleksandr morgen noch. Fünfzig Kilometer weiter sitzt Aleksej. Sein „Feind“. Zwanzig Jahre alt vielleicht. Ihm geht es nicht viel anders. 

Und irgendwo in Bayern wird Ersatz bestellt.

Das ist vermutlich die bestmögliche Variante dieses Kreislaufs.

Die schlechteste steht nicht in der Wirtschaftsrubrik.

Sie steht irgendwann in einer ukrainischen Todesanzeige. Wenn überhaupt. 

Und deshalb darf man die Ukraine unterstützen.

Man darf Rußlands Angriffskrieg für verbrecherisch halten.

Man darf Waffen liefern.

Man darf eine leistungsfähige deutsche Rüstungsindustrie für notwendig halten.

Man darf sogar froh sein, daß bayerische Unternehmen gute Flugabwehrsysteme bauen.

Nur eines sollte man vielleicht nicht tun:

Sich einreden, wir seien dadurch reicher geworden.

Denn wenn Steuergeld einmal im Kreis läuft, unterwegs in Raketen verwandelt wird und am Ende Menschen sterben, ist das vieles.

Verteidigungspolitik.

Sicherheitspolitik.

Industriepolitik.

Geopolitik.

Vielleicht sogar Notwendigkeit.

Aber kein Wirtschaftswunder.

Obwohl –

einen schönen deutschen Begriff hätten wir dafür bereits:

Kreislaufwirtschaft.

 

Ein kleines Restrisiko

Bei all dem gibt es allerdings noch ein wirtschaftliches Risiko, das bislang erstaunlich wenig Beachtung findet.

Es könnte Frieden ausbrechen.

Einfach so.

Vielleicht einigen sich Russen und Ukrainer irgendwann. Vielleicht wird die Front eingefroren. Vielleicht kommt ein Waffenstillstand. Vielleicht stellen eines Morgens einige hunderttausend junge Männer auf beiden Seiten fest, daß sie heute niemanden mehr umbringen müssen.

Für die Betroffenen wäre das vermutlich eine gute Nachricht.

Für die Kapazitätsplanung wäre es eine Katastrophe.

Denn was machen wir dann mit all den schönen neuen Fabriken?

Mit den Produktionslinien?

Den Drohnen?

Den Raketen?

Den Arbeitsplätzen?

Den Milliardeninvestitionen?

Den Wachstumsprognosen?

Man kann eine Munitionsfabrik schließlich schlecht auf die Produktion von Wärmepumpen umstellen und hoffen, daß niemand den Unterschied bemerkt.

Gerade haben wir gelernt, daß Rüstung wieder ein Wachstumsmotor ist. Gerade werden Kapazitäten hochgefahren, Lieferketten aufgebaut, Personal eingestellt und Milliarden bewegt.

Und dann kommt womöglich irgendein Idiot auf die Idee, Frieden zu schließen.

Das wäre volkswirtschaftlich ausgesprochen unpraktisch.

Aber auch dafür ist bereits vorgesorgt.

Die Ukraine muß schließlich nach einem Frieden abschreckungsfähig bleiben. Bestände müssen aufgefüllt werden. Europa muß seine Verteidigungsfähigkeit stärken. Die Bundeswehr muß nachbeschaffen. Depots müssen gefüllt werden. Systeme müssen modernisiert werden. Neue Bedrohungen werden nicht verschwinden.

Der Krieg endet.

Der Bedarf bleibt.

Und sollte wider Erwarten auch der Bedarf irgendwann sinken, wird sich sicherlich eine Arbeitsgruppe finden, die erklärt, warum gerade jetzt die Produktionskapazitäten keinesfalls zurückgefahren werden dürfen.

Aus Sicherheitsgründen.

So bekommt der Satz vom Krieg, der nie enden darf eine hübsche neue Bedeutung.

Vielleicht darf der Krieg inzwischen durchaus enden.

Nur die Kriegswirtschaft nicht.

Denn nichts ist für eine staatlich aufgebaute Nachfrage unangenehmer als die Beseitigung des Problems, das ihre Existenz begründet.

Frieden wäre dann kein Friedensproblem mehr.

Sondern ein Auslastungsproblem.

 

christophvongamm

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Dr. Christoph von Gamm ist ein Unternehmer, Investor und Business Angel, der sich an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kultur und Technologie engagiert. Er ist CEO und Managing Partner von Cybertrue Capital Partners, einer Firma, die sich mit Investitionen und Deals beschäftigt. Zudem ist er CEO von vonGammCom Global, wo er Beratungs- und Executive-Search-Dienstleistungen im Bereich IT-Outsourcing, große Verträge, Vertriebsführung und umfassende Transformationen anbietet. Seine berufliche Laufbahn umfasst über 20 Jahre globale und pan-europäische Erfahrung, darunter Führungspositionen bei Capgemini Suisse S.A. (2008–2012) und IBM Corporation (1995–2008). Er hat sich als strategisch denkender Führungskraft mit Erfolg bei der Performanceverbesserung großer Organisationen, der Gründung neuer Funktionen und der Pionierarbeit bei globalen Outsourcing-Initiativen etabliert. Sein Schwerpunkt liegt auf der Wertsteigerung durch digitale Transformation und der Nutzung dieser Veränderungen für seine Kunden. Er verfügt über akademische Qualifikationen, darunter einen Doktortitel (Dr. phil.) in interkultureller Wirtschaftswissenschaft von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), einen Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) in Elektrotechnik und Informationstechnik von der TU München sowie ein MBA von der Open University Business School, einen Master of Sales Management von der Portsmouth University, sowie Absolvent des Client Executive Programs der INSEAD Fontainebleau.
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