Kommentar zum Berlin-Blackout

Dieser Berlin-Blackout ist so Panne auf dermaßen vielen Ebenen.

Zum einen war die Brandlegung an das Hauptkabel für den Südwesten Berlins ein mieser feiger terroristischer Anschlag und diese Leute haben die Höchststrafe verdient.
Doch sie hatten extra gute Chancen, weil die Infrastruktur seit Jahrzehnten im Südwesten Berlins nicht mehr angefasst wurde und es nur EINEN Zugang zum Hauptstromnetz gab, eben genau über diesen Teltowkanal. Man hatte immer Besseres zu tun und ja spätestens ab 1990 hätte man bequem handeln können. Es gab keine ausreichende Redundanz, obwohl ähnliche Anschläge (z. B. Adlershof 2025, Tesla 2024) schon Warnsignale waren. Jahrzehntelange Vernachlässigung und fehlende Investitionen in Resilienz haben den Schaden massiv verstärkt. Das ist ein Versagen der Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene, das jetzt teuer zu stehen kommt. Und man muß eines dazu sagen: Es hätte auch ein Unfall sein können, der dann ähnliches bewirkt hätte. Es war also schon von dem Netzbetreiber und den Behörden grob fahrlässig.
Dann: der Verfassungsschutz tappt offensichtlich im Dunkeln. Und das obwohl diese „Vulkangruppe“ seit bald fünfzehn Jahren aktiv ist, dem Verfassungsschutz gut bekannt und wird dem anarchistisch-linksextremen Spektrum zugeordnet. Sie hat sich zu zahlreichen Brandanschlägen auf Infrastruktur (Strommasten, Kabelschächte, Bahnleitungen) bekannt, oft mit dem Ziel, „spürbare Auswirkungen“ zu erzeugen. Trotzdem tappten die Behörden bislang weitgehend im Dunkeln – keine Festnahmen von Kernmitgliedern, nichts , seit Jahren. Das ist frustrierend und zeigt, dass der Verfolgungsdruck offenbar nicht hoch genug war. Oder man Angst hat es sich mit der linksverwahrlosten politischen Führung anzulegen.
Was aber zusätzlich einen am meisten aufstößt sind Leute mit Schadenfreude – online und auch sonst -, weil es ja „die Reichen“ träfe. Nun, die zwar vielleicht auch. Und diese Schadenfreude ist das Allerletzte. Denn betroffen sind vor allem „normale“ Familien, ältere Menschen, Pflegebedürftige und einfache Haushalte – Menschen, die jetzt in Kälte sitzen, um ihre Lebensmittel bangen oder in Notunterkünften ausharren müssen. Wasserleitungen könnten platzen, Medizingeräte ausfallen, Aufzüge stehen still. Diese pseudolinke „Klassenkrieg“-Rhetorik (die übrigens auch die Täter selbst im Bekennerschreiben bedienen) ist zynisch und menschenverachtend. Sie spaltet und rechtfertigt Gewalt gegen Unschuldige.
Insgesamt: Ein Anschlag, der durch politische Ideologie legitimiert wird, aber letztlich nur Leid über normale Bürger bringt. Hoffentlich führt das jetzt endlich zu mehr Schutz für kritische Infrastruktur und konsequenter Verfolgung der Täter mit aller Härte. Menschen, die das als „Dummejungenstreich“ herunterspielen, haben kurz gesagt einen an der linksverwahrlosten Waffel. Ebenso solche, die gleich das Ganze vorschnell dafür nützen, ihre Lieblingskriegsgegner dafür verantwortlich zu machen und damit Kriegstreiberei zu betreiben. Das sind Charakterschweine.
Stand heute (6. Januar): Noch ca. 25.000–27.000 Haushalte ohne Strom, volle Versorgung erst Donnerstag erwartet. Die Stadt hat Großschadenslage ausgerufen, Notunterkünfte und Generatoren im Einsatz.
Halten wir zusammen – und lassen wir hoffen, daß aus dieser Katastrophe wenigstens ausnahmsweise mal Konsequenzen gezogen werden.

christophvongamm

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Dr. Christoph von Gamm ist ein Unternehmer, Investor und Business Angel, der sich an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kultur und Technologie engagiert. Er ist CEO und Managing Partner von Cybertrue Capital Partners, einer Firma, die sich mit Investitionen und Deals beschäftigt. Zudem ist er CEO von vonGammCom Global, wo er Beratungs- und Executive-Search-Dienstleistungen im Bereich IT-Outsourcing, große Verträge, Vertriebsführung und umfassende Transformationen anbietet. Seine berufliche Laufbahn umfasst über 20 Jahre globale und pan-europäische Erfahrung, darunter Führungspositionen bei Capgemini Suisse S.A. (2008–2012) und IBM Corporation (1995–2008). Er hat sich als strategisch denkender Führungskraft mit Erfolg bei der Performanceverbesserung großer Organisationen, der Gründung neuer Funktionen und der Pionierarbeit bei globalen Outsourcing-Initiativen etabliert. Sein Schwerpunkt liegt auf der Wertsteigerung durch digitale Transformation und der Nutzung dieser Veränderungen für seine Kunden. Er verfügt über akademische Qualifikationen, darunter einen Doktortitel (Dr. phil.) in interkultureller Wirtschaftswissenschaft von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), einen Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) in Elektrotechnik und Informationstechnik von der TU München sowie ein MBA von der Open University Business School, einen Master of Sales Management von der Portsmouth University, sowie Absolvent des Client Executive Programs der INSEAD Fontainebleau.
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