Januar 2026 Was wurde aus dem DEKA Jahresausblick 2025?

Januar 2026 Was wurde aus dem DEKA Jahresausblick 2025?

Und wie stellt sich der DEKA Jahresausblick 2026 dar?

Und wie stellt sich der DEKA Jahresausblick 2026 dar?

Man ist gerne geneigt, den Financial Jahresausblick seiner Lieblingsbank vom letzten Jahr achtlos in die Ecke zu pfeffern und dann den nächsten Jahresausblick 2026, der gerade frisch aus der Presse kommt, mit Freuden anzuschauen, ihn zu streicheln, zu liebkosen und danach dann zu handeln. All in DEKA Ratschlag! 

Doch man würde dem alten Jahresausblick doch reichlich Unrecht tun, ihn mit Missachtung zu strafen, und nicht anschaut, was er so die Jahre davor erzählt hat. Und so schauen wir uns doch den DEKA Jahresausblick 2025 an, der im Dezember 2024 herausgegeben wurde und Mitte Januar vom Private Banker des Vertrauens dann zugestellt wurde. 

Kurz gesagt: Die Sparkasse und DEKA lagen so halbrichtig, und sogar ziemlich in der richtigen Richtung. Beim Zinsniveau lag DEKA absolut und exakt richtig (2% EZB), Bei einigen wichtigen Positionen wie dem DAX und GOLD haben sie zu konservativ eingeschätzt, und beim Dollar/EURO lagen sie komplett daneben.

Daher ist es faszinierend, diesen Ausblick ein Jahr später aus der Perspektive des Januar 2026 zu betrachten. Vieles, was Ulrich Kater und sein Team als „Erschütterungen“ oder „Risiken“ vorhersagten, hat das Jahr 2025 tatsächlich massiv geprägt.

Hier ist ein Vergleich der Deka-Prognosen mit der tatsächlichen Entwicklung des vergangenen Jahres:

1. Geldpolitik: Punktlandung bei der EZB

Die Deka lag bei der europäischen Zinspolitik sehr nah an der Realität.

  • Prognose: Man erwartete, dass die EZB den Einlagensatz bis September 2025 auf ein neutrales Niveau von 2,0 % senken würde.

  • Realität: Die EZB agierte sogar etwas entschlossener. Das Ziel von 2,0 % wurde bereits im Juni 2025 erreicht und blieb dort bis zum Jahresende stabil. Damit erfüllte sich die Erwartung einer „geldpolitischen Lockerung“ als markitstützende Säule.

2. Aktienmärkte: Die Macht der Untertreibung

Interessanterweise war die Bank in ihren Kursprognosen deutlich zu vorsichtig. Trotz der Warnung vor „Unwägbarkeiten bezüglich Trump“ erlebten die Börsen ein Rekordjahr.

  • DAX: Die Deka sah den Index im Januar 2026 bei 21.800 Punkten. Tatsächlich steht der DAX heute (16.01.2026) bei etwa 25.292 Punkten – ein massives Plus gegenüber der Prognose.

  • S&P 500: Hier lautete das Ziel 6.500 Punkte. Auch dieser Wert wurde pulverisiert; der Index notiert aktuell bei rund 6.944 Punkten.

  • Fazit: Die von der Deka erhofften „moderaten Kurszuwächse“ stellten sich als eine waschechte Rallye heraus.

3. Geopolitik & Inflation: Der „Trump-Faktor“

Die Warnungen vor einer erratischen Geopolitik unter Donald Trump und daraus resultierenden Inflationsgefahren erwiesen sich als prophetisch.

  • Zölle: Die Deka warnte vor „Strafzöllen auf US-Importe“. Nach der offiziellen Ankündigung neuer Zölle im April 2025 reagierten die Märkte heftig.

  • US-Inflation: Die Prognose, dass Zölle die US-Inflation anheizen würden, bewahrheitete sich. Die Teuerungsrate in den USA stieg bis Ende 2025 auf ca. 3,4 %, was deutlich über den von der Deka geschätzten 2,7 % lag.

4. Gold: Die große Überraschung

Dies war der größte „Blind Spot“ des Ausblicks.

  • Prognose: Die Deka erwartete für Anfang 2026 einen Goldpreis von 2.660 USD je Feinunze.

  • Realität: Gold hat einen beispiellosen Rekordlauf hinter sich und notiert heute bei über 4.600 USD. Getrieben wurde dies vor allem durch die geopolitischen Spannungen und einen Rechtsstreit zwischen der US-Regierung und der Fed.


Zusammenfassung der Treffsicherheit

Bereich Prognose (Jan 2025) Status Jan 2026 Einschätzung
EZB-Zins 2,0 % im Sept. 25 2,0 % seit Juni 25 Sehr akkurat
DAX 21.800 Punkte ~25.290 Punkte Zu konservativ
Gold 2.660 USD ~4.614 USD Weit verfehlt
US-Politik Volatilität & Zölle Eingetreten (April ’25) Treffer

Die Deka hatte recht damit, dass 2025 ein „gutes Aktienjahr“ werden könnte und dass die geldpolitische Wende den Markt stützen würde. Sie hat jedoch die extreme Dynamik der Märkte und die Flucht in „sichere Häfen“ wie Gold unterschätzt.

Deutschland, USA und China

Die Prognosen für Deutschland, die USA und China waren ein zentraler Bestandteil des Jahresausblicks. Ein Jahr später, im Januar 2026, zeigt sich, dass die Deka-Analysten die geopolitischen Spannungen sehr präzise vorhergesagt haben, während die Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte selbst sie überrascht hat.

Hier ist der detaillierte Vergleich zwischen den Erwartungen und der eingetretenen Realität:


1. Deutschland: Strukturelle Krise vs. Börsenboom

Deka beschrieb Deutschland als das „Sorgenkind“ der Eurozone mit erheblichen konjunkturellen und strukturellen Herausforderungen.

  • Die Prognose: Man erwartete eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Die Industrie wurde als besonders schwach eingeschätzt.

  • Die Realität (Stand 2026): Die deutsche Wirtschaft wuchs 2025 tatsächlich nur minimal um 0,2 %. Der „Gegenwind“ durch US-Zölle und die Konkurrenz aus China belasteten die Exporte massiv.

  • Aktienmarkt-Paradox: Trotz der schwachen Heimwirtschaft stieg der DAX auf über 24.400 Punkte (+23 % im Jahr 2025). Dies bestätigte die Deka-These, dass multinationale Konzerne im DAX ihre lokale Schwäche durch globales Wachstum ausgleichen können.

2. USA: Die „Trump-Ökonomie“ wird real

Für die USA sah die Deka ein robustes Fundament, warnte aber vor den inflationären Folgen der Trump-Politik.

  • Die Prognose: Ein BIP-Wachstum von 1,9 % für 2025. Trump-Zölle sollten die Inflation antreiben und die Fed zu einer Pause bei Zinssenkungen zwingen.

  • Die Realität (Stand 2026): Die US-Wirtschaft übertraf die Erwartungen deutlich und wuchs im dritten Quartal 2025 sogar mit einer Rate von 4,3 %.

  • Zollpolitik: Wie vorhergesagt, führte die Trump-Regierung ab Mitte 2025 massive Zölle (bis zu 50 %) ein. Dies belastete zwar die globale Handelsbilanz, stützte aber kurzfristig den US-Konsum und die Staatsausgaben.

3. China: Im Fadenkreuz der Handelspolitik

China wurde im Ausblick als das Hauptziel der neuen US-Handelspolitik identifiziert.

  • Die Prognose: Ein Wachstum von 4,5 % für 2025. Es wurde erwartet, dass Strafzölle die Investitionsbereitschaft dämpfen.

  • Die Realität (Stand 2026): China erreichte ein Wachstum von etwa 5,0 %, was vor allem an überraschend resilienten Exporten in Schwellenländer lag. Dennoch blieb der Immobiliensektor, wie von Deka befürchtet, eine dauerhafte Wachstumsbremse.

  • Währungsdruck: Die Unsicherheit führte zu einer volatilen Entwicklung des Yuan, wobei China versuchte, durch fiskalische Impulse gegenzusteuern.


Vergleich der Kernkennzahlen (Prognose vs. Realität)

Region BIP-Prognose 2025 Realität (geschätzt Jan 2026)
Deutschland Stabilisierung (n.a.) +0,2 % (Stagnation)
USA 1,9 % ~2,0 % – 4,3 % (starkes Q3)
China 4,5 % ~5,0 %

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Deka hatte die politischen Risiken (Trump, Zölle, deutsche Regierungskrise) exzellent antizipiert. Sie unterschätzte jedoch die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft und die Fähigkeit des Aktienmarktes, sich von der realwirtschaftlichen Schwäche in Deutschland zu entkoppeln.

Die Zinsen

Hier ist die detaillierte Analyse der Prognosen im Vergleich zur Realität:


1. Zinsen: Die Notenbanken im Gleitflug

Die Deka hatte für 2025 eine „graduelle Normalisierung“ der Geldpolitik vorhergesagt.

  • EZB-Einlagensatz: Die Punktlandung des Jahres. Die Deka prognostizierte für Januar 2026 ein Niveau von 2,00 %. Tatsächlich erreichte die EZB diesen Zielwert bereits im Juni 2025 und hielt ihn bis zum Jahresende stabil.

  • Fed-Leitzins (USA): Hier war die US-Notenbank etwas mutiger als erwartet. Während die Deka ein Zinsband von 3,75–4,00 % für Anfang 2026 schätzte, senkte die Fed den Zins nach drei Schritten im Herbst/Winter 2025 auf 3,50–3,75 %. Grund war vor allem die Sorge um eine Abkühlung des Arbeitsmarktes.

2. Rentenmärkte (Anleihen): Licht und Schatten

Die Erwartung eines „guten Umfelds für Rentenmarktanlagen“ hat sich differenziert bewahrheitet:

  • Bundesanleihen: Die Deka erwartete für 10-jährige Bundesanleihen eine Rendite von 2,25 %. Die tatsächlichen Renditen lagen Ende 2025 mit ca. 2,50 % bis 2,90 % etwas über dieser Marke. Dies führte dazu, dass europäische Staatsanleihen mit einem Jahresertrag von nur 0,56 % eher enttäuschten.

  • Unternehmensanleihen: Hier lagen die Analysten richtig. Besonders High Yield-Anleihen (Hochzinsanleihen) lieferten mit über 8,6 % (USA) eine starke Performance. Auch im Euro-Raum waren Auto-Anleihen mit einem Total Return von 3,9 % ein Gewinnbringer.

  • Emerging Markets: Wie von der Deka als Chance hervorgehoben, waren EM-Hartwährungsanleihen mit 12,16 % Rendite die Spitzenreiter der Anlageklasse.

3. Immobilienmärkte: Die prophezeite Trendwende

Die Deka sah für 2025 eine „leichte Belebung am Investmentmarkt“ und eine Stabilisierung des Preisgefüges voraus.

  • Büromärkte: Die Prognose einer Leerstandsquote von rund 9 % in Europa traf exakt ein. Mietsteigerungen für hochwertige Flächen in Toplagen blieben stabil, während Randlagen weiter litten.

  • Wohnimmobilien (Deutschland): Das Jahr 2025 markierte tatsächlich die von Experten erwartete Trendwende. Nach zweijährigem Preisverfall stabilisierten sich die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser.

  • Investmentmarkt: Trotz der Erholung blieb das Transaktionsvolumen aufgrund geopolitischer Unsicherheiten (Stichwort: Trump-Zölle) hinter den Rekordjahren zurück.


Fazit für als Anleger:

Der Ausblick der Deka war ein exzellenter Fahrplan für das Zinsumfeld. Wer der Empfehlung gefolgt ist, in Unternehmens- oder Schwellenländeranleihen zu investieren, konnte die hohen laufenden Erträge optimal nutzen. Bei Immobilien hat sich das Warten auf die Preisstabilisierung im Jahr 2025 ausgezahlt.

Währungsentwicklung EURO und DOLLAR

Das ist ein besonders spannendes Kapitel, denn bei der Währungsentwicklung hat das Jahr 2025 die Prognosen der Deka-Experten regelrecht auf den Kopf gestellt. Während Ulrich Kater und sein Team eine anhaltende Dollar-Stärke erwarteten, kam es am Devisenmarkt zu einer „untypischen“ Entwicklung.

Hier ist die Analyse der Währungsrallye im Rückblick:

1. Prognose vs. Realität: Der Euro-Überflieger

Die Deka war im Januar 2025 sehr skeptisch, was den Euro angeht.

  • Deka-Prognose (Januar 2025): Man erwartete, dass der Euro durch die US-Zollpolitik und politische Unsicherheit belastet bliebe und im Januar 2026 bei lediglich 1,06 USD notieren würde.

  • Die Realität (Januar 2026): Heute steht der Euro bei etwa 1,16 USD. Er ist also fast 10 % stärker, als die Bank es für möglich hielt.

2. Warum der Dollar trotz Zöllen schwächelte

Die Deka vermutete im Basisszenario, dass die Zölle die Inflation in den USA anheizen und so die Fed zu höheren Zinsen zwingen würden – was den Dollar stützen sollte. Es kam jedoch anders:

  • Der „Tarif-Schock“ im April: Als Präsident Trump am 9. April 2025 tatsächlich pauschale Zölle von 20 % auf EU-Waren einführte, reagierten die Märkte nicht mit Dollar-Käufen, sondern mit einer Flucht aus US-Anlagen.

  • Vertrauensverlust: Entgegen der ökonomischen Theorie schwächte sich der Dollar ab, da Investoren eine Rezession in den USA durch die hohen Importkosten und Vergeltungszölle fürchteten.

  • Risikoprämien: Steigende Risikoprämien auf US-Vermögenswerte führten zu einer Dollar-Abwertung, die den eigentlichen Aufwertungsdruck der Zölle mehr als ausglich.

3. Chronik der Ereignisse 2025

  • März 2025: Erste US-Zölle auf Stahl und Aluminium (25 %) treten in Kraft.

  • April 2025: Die USA verkünden „reziproke Zölle“; der Dollar beginnt eine ungewöhnliche Schwächephase.

  • Juni 2025: Die EZB senkt den Leitzins auf 2,00 %, genau wie von der Deka vorhergesagt, um die Wirtschaft gegen den Handelsstreit abzufedern.

  • Herbst 2025: Trotz der Zinsvorteile der USA bleibt der Euro stabil über der Parität und klettert Richtung Jahresende auf das heutige Niveau.


Fazit für Anleger-Portfolios:

Die Deka lag mit ihrer Einschätzung zur Zinspolitik (EZB bei 2,0 %) goldrichtig, hat aber die psychologische Wirkung der Handelskriege auf den Dollar unterschätzt. Der Euro erwies sich als deutlich resilienter gegenüber der „Trump-Ökonomie“, als die Analysten im Januar 2025 befürchteten.

Rohstoffe, Edelmetalle

Das Jahr 2025 ging als eines der spektakulärsten und gegensätzlichsten Jahre in die Geschichte der Rohstoffmärkte ein. Während die Deka-Analysten in ihrem Ausblick für Gold eine eher vorsichtige Seitwärtsbewegung prognostizierten, lösten die geopolitischen Erschütterungen eine regelrechte „Renaissance der Edelmetalle“ aus.

Hier ist der Rückblick auf die Entwicklung, die das Jahr 2025 geprägt hat:

1. Edelmetalle: Die Rekordjagd

Gold und Silber waren die unangefochtenen Gewinner des Jahres.

  • Gold-Explosion: Die Deka erwartete für Anfang 2026 einen Goldpreis von 2.660 USD. Tatsächlich pulverisierte Gold diese Marke und stieg um über 60 % auf ein Allzeithoch von über 4.300 USD im Oktober 2025.

  • Silber-Rallye: Silber übertraf Gold sogar noch deutlich und verzeichnete mit einem Plus von 142 % (Schlusskurs bei 72 USD) seinen größten Jahresgewinn seit 1979.

  • Treiber: Hauptfaktoren waren die massive Verunsicherung durch den US-Handelskrieg, anhaltend hohe Käufe der Zentralbanken (allein 633 Tonnen bis zum 3. Quartal) und die Flucht in den „sicheren Hafen“ aufgrund der Dollar-Schwäche.

2. Energie: Der Bärenmarkt

Im Gegensatz zu den Edelmetallen erlebte der Ölmarkt ein enttäuschendes Jahr, was die vorsichtige Deka-Einschätzung von 2025 sogar noch übertraf.

  • Preisverfall: Rohöl der Sorte Brent fiel um ca. 19 % und schloss das Jahr bei etwa 60,85 USD. WTI verzeichnete mit -20 % (Schlusskurs 57,42 USD) den stärksten Rückgang seit 2020.

  • Ursachen: Ein deutliches Überangebot von durchschnittlich 0,8 Millionen Barrel pro Tag und eine steigende US-Förderung drückten die Preise, während die globale Nachfrage hinter den Erwartungen zurückblieb.

  • Erdgas: Auch hier blieb der Preisdruck hoch, da die europäischen Speicherstände trotz Transitstopps durch die Ukraine besser gefüllt blieben als zunächst befürchtet.

3. Industriemetalle: Lichtblicke bei Kupfer

Entgegen der im Januar 2025 geäußerten Sorge vor Zoll-Belastungen zeigten sich wichtige Industriemetalle resilient.

  • Kupfer: Der Preis stieg im Jahresverlauf um fast 44 % und erreichte Ende 2025 ein Allzeithoch von über 12.900 USD pro Tonne.

  • Lithium: Auch dieser Sektor erlebte nach der vorangegangenen Flaute wieder deutliche Zuwächse, getrieben durch Investitionen in die globale Elektrifizierung.


Was wir aus 2025 lernen:

Der Rohstoffmarkt war 2025 extrem zweigeteilt. Wer der Deka-Empfehlung folgte, Gold als Absicherung gegen „geopolitische Schocks“ im Depot zu haben, konnte die massiven Kursverluste anderer Anlageklassen mehr als kompensieren. Die Kombination aus Zoll-Unsicherheit und Dollar-Schwäche wirkte wie ein Brandbeschleuniger für alles, was glänzt.

Jahresausblick 2026

Der Jahresausblick 2026 der DekaBank und der Stadtsparkasse München ist ein hochprofessionelles Orientierungsdokument, das in einer Zeit extremer globaler Umbrüche erstellt wurde. Ob er für Sie als Investor „nützlich“ ist oder „mit Vorsicht“ genossen werden sollte, hängt davon ab, wie Sie ihn verwenden.

Hier ist eine Analyse der Stärken und der notwendigen Vorbehalte basierend auf dem Dokument:

Warum der Bericht nützlich ist

Der Ausblick bietet eine klare Struktur für die komplexe Weltlage („Geoökonomie“):

  • Konkrete Zielmarken: Er liefert präzise Prognosen für das Jahresende 2026, wie z. B. einen DAX-Stand von 27.000 Punkten 1oder einen Goldpreis von 4.930 USD2. Dies hilft dabei, die eigene Erwartungshaltung zu kalibrieren.

  • Szenario-Planung: Die Deka arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten. Das Basisszenario (75 % Wahrscheinlichkeit) geht von einem tiefen strukturellen Wandel aus, der trotz geopolitischer Krisen durch hohe Investitionen (KI, Verteidigung) abgefedert wird3.

  • Zins-Fahrplan: Der Bericht prognostiziert eine Seitwärtsbewegung der EZB-Zinsen auf neutralem Niveau (2,0 %) und weitere Senkungen der US-Fed auf ca. 3,0 % bis 3,25 % bis Mitte 20264444. Das ist eine solide Basis für Kredit- oder Festgeldentscheidungen.

     

Warum Sie ihn mit Vorsicht genießen sollten

Wie wir im Vergleich zum Vorjahr (2025) gesehen haben, können Marktentwicklungen die Modelle der Banken massiv übertreffen oder unterlaufen:

  • Der „Faktor Unberechenbarkeit“: Der Bericht selbst hebt die „Unberechenbarkeit der US-Regierung“ (Stichwort: Venezuela-Einsatz, Grönland-Diskussion) als roten Faden hervor. Geopolitische „Black Swan“-Ereignisse lassen sich mathematisch kaum in Kursziele fassen.

  • Historische Konservativität: Im Rückblick auf 2025 war die Deka bei Aktien (DAX) und besonders bei Gold viel zu vorsichtig. Wenn der Bericht nun „moderate Kursanstiege“ prognostiziert, könnte dies angesichts der aktuellen Dynamik erneut eine Untertreibung sein.

  • Gefahr der Politisierung: Ein großes neues Risiko im Bericht ist die mögliche Einflussnahme auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Sollte Jerome Powells Nachfolge politisch instrumentalisiert werden, könnten die Zinsprogrosen schnell wertlos werden.

  • Disclaimer der Bank: Das Dokument weist ausdrücklich darauf hin, dass Prognosen keine verlässlichen Indikatoren für die künftige Wertentwicklung sind 9und eine eigene unabhängige Beurteilung nicht ersetzen.

Wie Sie den Bericht am besten nutzen („Gebrauchsanweisung“)

  1. Nicht als Gesetz, sondern als Korridor sehen: Nutzen Sie die 27.000 Punkte im DAX 11als Mittelwert, aber rechnen Sie mit den im Bericht erwähnten „hohen Schwankungen“.

  2. Achten Sie auf die „Negativszenarien“ (15 %): Diese beschreiben reale Gefahren wie eine Schuldenkrise oder eine Lohn-Preis-Spirale. Wenn Sie Anzeichen dafür in den Nachrichten sehen, ist Vorsicht bei risikoreichen Anlagen geboten.

  3. Diversifikation als Schutz: Der Bericht rät dazu, Kaufkrafterhalt am besten über breit gestreute Wertpapieranlagen zu erreichen. Das deckt sich mit der Erfahrung aus 2025, wo Gold und Schwellenländer-Anleihen ein Depot gerettet hätten.

Fazit: Der Bericht ist ein exzellentes Werkzeug für die strategische Planung, aber aufgrund der „geoökonomischen“ Ära ist die taktische Vorsicht (Stop-Loss-Marken, Gold als Absicherung) wichtiger denn je.

Soll ich für Sie ein bestimmtes Anlagesegment aus diesem neuen Bericht (z. B. die Chancen bei High-Yield-Anleihen oder die Situation am US-Immobilienmarkt) noch einmal im Detail beleuchten?

christophvongamm

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Dr. Christoph von Gamm ist ein Unternehmer, Investor und Business Angel, der sich an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kultur und Technologie engagiert. Er ist CEO und Managing Partner von Cybertrue Capital Partners, einer Firma, die sich mit Investitionen und Deals beschäftigt. Zudem ist er CEO von vonGammCom Global, wo er Beratungs- und Executive-Search-Dienstleistungen im Bereich IT-Outsourcing, große Verträge, Vertriebsführung und umfassende Transformationen anbietet. Seine berufliche Laufbahn umfasst über 20 Jahre globale und pan-europäische Erfahrung, darunter Führungspositionen bei Capgemini Suisse S.A. (2008–2012) und IBM Corporation (1995–2008). Er hat sich als strategisch denkender Führungskraft mit Erfolg bei der Performanceverbesserung großer Organisationen, der Gründung neuer Funktionen und der Pionierarbeit bei globalen Outsourcing-Initiativen etabliert. Sein Schwerpunkt liegt auf der Wertsteigerung durch digitale Transformation und der Nutzung dieser Veränderungen für seine Kunden. Er verfügt über akademische Qualifikationen, darunter einen Doktortitel (Dr. phil.) in interkultureller Wirtschaftswissenschaft von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), einen Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) in Elektrotechnik und Informationstechnik von der TU München sowie ein MBA von der Open University Business School, einen Master of Sales Management von der Portsmouth University, sowie Absolvent des Client Executive Programs der INSEAD Fontainebleau.
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