Die 10 größten Lügen der Einkäufer in Großunternehmen
Hier ist sie – die inoffizielle, aber in jedem Konzern täglich gesprochene Wahrheit:
1. „Wir entscheiden nicht nach Preis, sondern nach Best Value.“
Übersetzung:
Der billigste Anbieter gewinnt – es sei denn, der billigste hat keine Lobby.
2. „Das Budget ist dieses Jahr leider extrem eng.“
Übersetzung:
Für Sie ist es eng. Für McKinsey, Accenture & die drei Hauslieferanten ist es erstaunlich weit.
3. „Ihr Angebot ist sehr interessant, wir melden uns.“
Übersetzung:
Sie sind Platz 3. Sie werden nichts mehr hören.
4. „Sie sind auf unserer Shortlist.“
Übersetzung:
Wir brauchen drei Angebote für die Compliance, entschieden haben wir schon vor dem ersten Gespräch.
5. „Das ist ein standardisierter Prozess – wir müssen alle gleich behandeln.“
Übersetzung:
Wir behandeln alle gleich schlecht, außer die, die wir seit zehn Jahren kennen.
6. „Wir suchen einen langfristigen strategischen Partner.“
Übersetzung:
Wir drücken Sie jetzt maximal im Preis und ersetzen Sie nächstes Jahr durch jemand Billigeres.
7. „Sie sind leider zu teuer.“
Übersetzung:
Sie sind nicht zu teuer – Sie haben nur nicht verstanden, dass Ihr Wettbewerber Dumping fährt oder querfinanziert.
8. „Unsere Fachabteilung war leider nicht überzeugt.“
Übersetzung:
Der Einkäufer hat Angst, seinen Lieblingslieferanten zu verlieren und benutzt die Fachabteilung als Schutzschild.
9. „Sie müssen verstehen: Das sind unsere internen Richtlinien.“
Übersetzung:
Niemand weiß genau, wer diese Richtlinien geschrieben hat – aber alle verstecken sich dahinter.
10. „Wenn Sie uns hier entgegenkommen, haben wir in Zukunft viel Potenzial für Sie.“
Übersetzung:
Sie geben jetzt 20 % Rabatt und bekommen dafür nie wieder ein Projekt.
Bonus-Wahrheit:
Der Einkauf ist keine Kostenoptimierungsabteilung – sondern ein Machtapparat mit Excel-Fetisch und Gedächtnis wie ein Elefant. Wie man sie trotzdem zum wahren Freund machen kann – könnte ich verrraten. 😎
